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Die Fuggerei

Posted in Augsburg

Als älteste noch bestehende und bewohnte Sozialsiedlung der Welt gilt die "Fuggerei" in Augsburg. Dabei handelt es sich um eine Reihenhaussiedlung aus dem Jahre 1521. Der Name bezieht sich auf den Gründer der Siedlung- Jakob Fugger. Die Wohnungen der Siedlung werden, genau wie damals, ausschließlich von bedürftigen Augsburger Bürgern katholischen Glaubens bewohnt. Der Kaltmietpreis beläuft sich auf einen obligatorischen Beitrag von nur 88 Cent im Jahr, was dem Wert eines damaligen Rheinischen Gulden entspricht. Dafür wird von den Bewohnern täglich das "Vaterunser" gesprochen und die ehemalige Gründerfamilie gelobpreist.
In den ersten Jahren der Baugeschichte gab es nur 52 Wohnungen mit einem standardisierten und für damalige Verhältnisse großzügigem Grundriss. Einziehen durften nur rechtschaffende Augsburger Bürger, die nicht genügend verdienten, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Bettler erhielten dagegen kein Wohnrecht in der Fuggerei.
In den Jahren 1582 bis 1582 entstand in der Fuggerei die Kirche St. Markus, welche von Markus und Philipp Eduard Fugger gestiftet wurde.
Die Fuggerei- Zerstörung und Wiederaufbau
Der Dreißigjährige Krieg brachte auch der Fuggerei Elend und Zerstörung, es blieb kaum ein Stein auf dem anderen. Es erfolgte aber der Wiederaufbau und sogar eine Erweiterung in den Jahren 1880 und 1938. Der Zweite Weltkrieg brachte der Sozialsiedlung wiederum Zerstörung und Not, ca. zwei Drittel der Bausubstanz wurden bei einem Bombenangriff im Jahre 1944 zerstört.
Doch schon ab 1945 begann der Wiederaufbau aus Stiftungsmitteln. Im Jahre 1947 konnten die ersten bedürftigen Bewohner in die nach alten Bauplänen neu entstandenen Fuggerwohnungen einziehen. Bis ins Jahr 1973 hinein vollzog sich der Wiederaufbau mit weiteren Erweiterungen, sodass die Siedlung zum heutigen Tag aus 67 Häusern mit 140 Wohnungen umfasst.
Jede Wohnung ist ca. 60m² groß, die Erdgeschosswohnungen verfügen sogar über einen eigenen Garten.
Die aus acht Gassen bestehende Siedlung wird von einer Stadtmauer mit 3 Toren umgeben. Die Bewohner verfügen über einen eigenen Nachtwächter, der die Stadttore jeden Abend von 22 bis 5 Uhr verschlossen hält.
Tagsüber kann die Fuggerei gegen ein Eintrittsgeld besichtigt werden. Die Siedlung erhält 2 original erhaltene Schauwohnungen und das Fuggereimuseum, welches die Geschichte dieser einmaligen Siedlung dokumentarisch erzählt.
 
 
fuggereiSiedlungshäuser in der Fuggerei
 
Eintrittspreise der Fuggerei-Siedlung:
Erwachsene p.P. 4,00 Euro pro Person
Kinder (von 8 – 18 Jahre) 2 Euro pro Person

Ermäßigte Eintrittspreise für Gruppen ab 10 Erwachsenen,
Rentner, Studenten sowie Behinderte) 3 Euro pro Person

Familienkarte (2 Erwachsene, bis zu 4 Kinder bis 18 Jahre) 8 Euro pro Person
 
Öffnungszeiten:
von April  bis September von 8 bis 20 Uhr
von Oktober bis März  von 9 bis 18 Uhr
 
weitere Informationen: www.fugger.de
 
 
 
 
 
 
 
Unser Dank für diesen Tipp geht an Jens aus Gersthofen!

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